Hallo meine Freundinnen und Freunde!

Mein Name ist Jenny, ich bin zur Zeit 20 Jahre alt und das ist mein Blog.
Hier geht es um meine Gedanken zu ökologischen Themen wie Umweltschutz, Tierschutz, Vegane/Vegetarische Lebensweise und vieles mehr.
Ich bin stets zu konstruktiven Diskussionen bereit, ja sogar erfreut, auch wenn ihr eine andere Meinung habt als ich.
Ich möchte niemanden meine Meinung aufzwingen und tolleriere andere Ansichten, solange sie nicht diskriminierend, beleidigend oder anderwältig verfassungsfeindlich sind.
Sonst bin ich für alles offen! =)

Donnerstag, 12. Februar 2015

Gastbeitrag von Marc: SPIEGEL gegen die "Gutesser"?

Das es die vegane Lebensweise und andere alternative Formen der Ernährung nicht leicht haben ist uns wohl allen bekannt. Immer wieder gibt es Diskussionen in Internetforen, bei Familienfeiern oder auf Arbeit. Wer kennt das nicht?

Immer wieder berichten auch die Medien über Veganismus und Co. Leider kommt dabei oft genug irgendwelcher Mist bei raus. Da wird dann vom Vegan-Feminismus gesprochen, der den Männern das Fleisch und damit auch gleich die ganze Männlichkeit nehmen will, wie letztens in einem Kommentar auf Focus online zu lesen war. Zum Glück gibt es dafür so Leute wie den Graslutscher, der solche Artikel gern auseinander nimmt.
Über solche Texte rege ich mich meistens gar nicht groß auf, da sie in den meisten Fällen von solchen "Qualitätsmedien" wie dem Springer-Verlag stammen. Die können halt nicht anders...
Doch anscheinend gibt es jetzt noch einen weiteren Player auf der Spielwiese der "Anti-Gutesser". Der Spiegel hat sich nämlich in die Ernährungsdebatte eingeschaltet. Als erstes mit einem SPIEGEL TV Beitrag, der am Sonntag auf RTL lief und sich mit "der essgestörten Republik (sic.)" befasst. Wenig später dann veröffentlichte SPIEGEL online ein Interview mit der Gesundheitspsychologin Hanni Rützler. Die Kernaussage der beiden Publikationen ist: Esst doch alle was ihr wollte, Hauptsache es schmeckt. Also macht euch bloß keine Gedanken über euer Essen.

Besonders der SPIEGEL TV Beitrag war völlig daneben. Zu Beginn leitet die Moderatorin im Studio den Beitrag unter anderem mit folgenden Worten ein: "Als SPIEGEL-Autor AlexanderNeubacher und SPIEGEL TV Redakteur Bernd Jakobs dieses Thema vorschlugen, habe ich mir in der Kantine den Rinderbraten bestellt und mich gefragt: "Ist das schon krank?"". Im weiteren Verlauf werden dann unterschiedlichste Themen angesprochen: Veganismus, Wasserfilter, Chlorhähnchen oder der Body-Maß-Index. Dabei ist der Grundton des Filmes immer gegen die jeweilige Thematik. Frei nach dem Motto: Was soll den der ganze Scheiß, die sollen sich mal nicht so haben. Dazu gibt es dann noch inhaltliche Fehler, wie die Behauptung, dass bei der Wir-haben-Es-satt-Demo gegen Vitaminmangel gekämpft wird. Gegen Vitaminmangel?! Haben sich die Redakteure überhaupt ein einziges Plakat richtig angeschaut?

Aber am meisten hat mich aufgeregt, dass es ja angeblich gar nicht um den Geschmack geht, sondern nur um die Haltung. Das soll dann zur Folge haben, dass die Teller leer sind und man nicht mehr essen darf. Was ist das denn bitte für eine schwachsinnige Gleichsetzung? Vegan = eklig, hungrig und immer gesund? Niemand darf/kann mehr sündigen?
Also ich habe meistens einen vollen Teller mit super leckeren Sachen. Man braucht sich ja nur mal diesen Blog hier anschauen. Oder man wirft einen Blick in die Kochbücher von Björn Moschinski und Co. Da gibt es seitenweise leckeres Essen und das ist nicht immer nur gesund, sondern manchmal auch sehr sündhaft!

Natürlich gibt es auch die Gesundheitsveganer*innen, die sich - anders als ich - wahrscheinlich keine Tafel Schokolade vor dem Fernseher reinschaufeln würden oder die Leute die ihr Wasser in 1.900 € teuren Wasserfiltern aufbereiten, aber die tun damit ja auch niemandem weh. Und auch ungefiltertes Wasser zu trinken oder Zucker zu essen schadet niemanden außer demjenigen selbst. Darum sollen die doch machen was sie wollen!
Das man das selbe nicht bei Fleischessern sagen kann liegt vor allem daran, dass für den Konsum von Fleisch Lebewesen getötet werden und die Umwelt und der Mensch unter der Herstellung des Fleisches leiden müssen. Das sollte man auf keinen Fall ignorieren, nur um sich für einen Moment dem Genuss hingeben zu können. Den Reporter hat es am Ende dann doch nicht interessiert. Er hat sich auf der Grünen Woche dann den Bauch voll geschlagen - leider nicht in der Halle, in der es die veganen/glutenfreien/zuckerfreien Lebensmittel gab. Das wäre aber eh nur was für die Gutesser gewesen...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen